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Hilfsprojekte

 

Kooperation ist ein wichtiger Bestandteil und in vielen Fällen Voraussetzung unserer Arbeit, und so arbeiten wir nicht nur in unseren eigenen Hilfsprojekten mit anderen Stiftungen und Vereinen zusammen, sondern unterstützen auch gern andere Institutionen bei ihrer wertvollen Arbeit für Kinder in Not, indem wir finanzielle Unterstützung leisten. Dabei engagieren wir uns nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Wir unterstützen verschiedene Waisenheime u.a. in Kirgistan, Kenia, Indien und im Kongo, helfen bei Schuleinrichtungen in Panama, Uganda, Benin, Kongo, Mali und im Senegal. Wir engagieren uns für die medizinische Versorgung von Kindern aus Bosnien, Afghanistan oder dem Irak, wir unterstützen Sozialstationen und Projekte für Kinder von HIV-infizierten Eltern, Reintegrationsprojekte für Straßenkinder in und Kinder ohne Lobby wie die Roma-Kinder des Dorfes Lomnicka in der Slowakei.

Hier einige Beispiele:

Schulen für Kinder in Äthiopien

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stiftung „Menschen für Menschen“

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HORBACH Wirtschaftsberatung GmbH spenden seit 2002 ein Prozent ihrer Provisionen an die AWD-Stiftung Kinderhilfe. Diese Spenden werden seitdem zweckgebunden und zielgerichtet für Schulbauprojekte der Stiftung „Menschen für Menschen“ in Äthiopien eingesetzt. Vor kurzem konnte HORBACH-Geschäftsführer Stefan Mercier gemeinsam mit dem Gründer von „Menschen für Menschen“ Karlheinz Böhm bereits die zweite, aus diesen Spenden finanzierte Schule in der Region Babile einweihen. Inzwischen ist im Rahmen dieser Kooperation bereits eine dritte Schule im Bau.

Die Region Babile liegt im chronisch regenarmen Osten Äthiopiens und wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder von Dürrekatastrophen heimgesucht. Praktisch die gesamte Bevölkerung lebt an oder unter der Armutsgrenze. Den Bauern und ihren Familien mangelt es an Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischen Einrichtungen und Schulbildung. Zu den Hauptaktivitäten von Menschen für Menschen in diesem Bereich zählen der Neubau, die Möblierung und Ausstattung von Schulen sowie der Wiederaufbau und die Reparatur alter Lehranstalten und der Bau von Unterkünften für das Lehrpersonal. Begleitend sollen unter der ländlichen Bevölkerung Kampagnen für eine Grundschulbildung durchgeführt werden, um die Analphabetenrate zu minimieren. So sollen bessere Voraussetzungen zum Lehren und Lernen und ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie wichtig Bildung für die Entwicklung des Landes ist. Langfristiges Ziel ist es, das Bildungsniveau anzuheben und somit auch die Entwicklung Äthiopiens voranzutreiben. Die AWD-Stiftung Kinderhilfe unterstützt diese Initiative nachdrücklich und leitet gern die HORBACH-Spenden an Menschen für Menschen weiter.

Operationen für Kinder aus dem Irak

Ein Gemeinschaftsprojekt mit „Aladins Wunderlampe“

Aladins Wunderlampe ist ein Hilfsprojekt für kranke Kinder in Basra, Irak, und wurde im Jahr 2001 von Dr. Eva-Maria Hobiger gegründet. Besonders krebskranke Kinder oder solche mit einem angeborenen Herzfehler profitieren davon: im Jahr 2001 starben noch 100 % der leukämiekranken Kinder in Basra. Damals fehlte es dem Kinderkrankenhaus in Basra an allem, was ein Krankenhaus ausmacht. Durch regelmäßige Lieferungen von Medikamenten, der Bereitstellung verschiedenster medizinischer Geräte sowie der Schulung von Personal in Österreich ist es dem Projekt Aladins Wunderlampe in den letzten Jahren gelungen, die Sterblichkeitsrate leukämiekranker Kinder auf 40 % zu senken. Aber auch zahlreiche herzkranke Kinder, deren Lebenserwartung ohne Behandlung nur sehr gering gewesen wäre, konnten mithilfe des Vereins gerettet werden. Aladins Wunderlampe brachte die Kinder, die in Basra nicht operiert werden konnten, zur Behandlung nach Österreich oder Frankreich. Die allermeisten konnten vollständig kuriert in ihre Heimat zurückkehren.

Die AWD-Stiftung Kinderhilfe unterstützt dieses Projekt und trägt so dazu bei, den schwerkranken Kindern von Basra die Chance auf Leben zu geben und ihren Eltern Hoffnung in einer ohnehin schweren Zeit.

Lebensmittel für Kinder in der Ukraine

Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Verein „Confinis“

Der Verein Confinis engagiert sich für Straßenkinder und Waisen sowie für HIV-infizierte und drogenabhängige Kinder und Jugendliche in Osteuropa. Ein Projekt ist das AIDS-Zentrum in Czernowitz, Ukraine. Die Ukraine hat die höchste HIV-Neuansteckungsrate in ganz Europa zu verzeichnen und ist mit einer ständig wachsenden Anzahl von Drogenkonsumenten konfrontiert. Auch im westukrainischen Czernowitz ist diese traurige Tendenz allgegenwärtig.
Im AIDS-Zentrum Czernowitz werden Kinder HIV-positiver oder drogensüchtiger Eltern und solche, die selbst HIV-infiziert oder AIDS-krank sind, betreut und versorgt. Die derzeit 90 Kinder werden psychologisch und pädagogisch betreut und in spielerischer Form zu vielfältigen Aktivitäten angeregt. Da sie oftmals fehl- oder mangelernährt sind, werden sie auch mit Lebensmitteln und Vitaminen versorgt. Sollte eine medizinische Behandlung oder die Gabe von Medikamenten erforderlich sein, wird dies ebenfalls organisiert. Besonders bedürftige Kinder erhalten darüber hinaus Bekleidung und Schuhe.

Durch ihre finanzielle Unterstützung hilft die AWD-Stiftung Kinderhilfe mit, die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder von Czernowitz nachhaltig zu verbessern.

Reintegration von Straßenkindern in Kenia

Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Verein Panairobi

Panairobi wurde im Jahr 2001 zur Unterstützung von Straßenkindern in Nairobi, Kenia, gegründet. Der Verein betreibt ein „School Sponsoring Programm“ in Mathare Valley, einem der größten Slums Ostafrikas. Über 80 % der Menschen in Mathare Valley sind arbeitslos; es gibt kein sauberes Wasser, keine Elektrizität und nur ein offenes Kanalsystem zwischen den Häusern. Die vielen Straßenkinder werden „Chokora“ genannt, Abfall. Sie werden gemieden, geschlagen, missbraucht. Viele nehmen Drogen. Ihr Überleben versuchen sie durch Betteln oder kriminelle Aktivitäten zu sichern. Von einem Schulbesuch können sie nur träumen. Bildung aber ist der einzige Weg in eine bessere Zukunft und genau hier setzt die Arbeit von Panairobi an.
Jedes der derzeit 139 teilnehmenden Kinder absolviert zunächst ein einjähriges Rehabilitationsprogramm, um von den Gangs und der Gewalt, aber auch von den Drogen auf der Straße loszukommen. Während dieser Zeit gewöhnen sich die Kinder zudem an einen geregelten Alltag als Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch. Panairobi organisiert dann für jedes Kind eine passende Schule und finanziert die Schulgelder und –uniformen sowie sonstige benötigte Materialien. Auch um medizinische Versorgung und mindestens eine Mahlzeit am Tag kümmert sich der Verein. Die Familien der SchülerInnen profitieren ebenfalls von dem Projekt. Sie können an einem Kleinkredit-Programm teilnehmen und werden von den projekteigenen Sozialarbeitern mitbetreut.
Die AWD-Stiftung Kinderhilfe Österreich unterstützt dieses Projekt und trägt so dazu bei, den Straßenkindern von Nairobi die Chance auf Bildung, Gesundheit und eine bessere Zukunft zu geben.

Betreuung und Bildung für Roma-Kinder in der Slowakei

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Caritas

Viele der etwa 500.000 Roma in der Slowakei leben unter katastrophalen Bedingungen in getthoisierten Siedlungen am Rande der Gesellschaft. Armut und Analphabetismus, aber auch Gewalt und Alkoholismus stellen keine Ausnahme dar, sondern die Norm. So auch im Romadorf Lomnicka. Dort leben 2.000 Menschen, 60 % davon Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Eltern sind überwiegend arbeitslos; viele der Väter Alkoholiker. Sanitäre Einrichtungen gibt es kaum, fließend Wasser und Strom sind ebenso wenig vorhanden. Die Dächer bestehen aus Plastikplanen oder Holzscheiten und die Fenster sind undicht. Viele Kinder gehen nur sehr unregelmäßig zur Schule. Die Caritasorganisation Nova Ves hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunftschancen der Roma-Kinder von Lomnicka zu verbessern. Seit dem Jahr 2006 wird Hausaufgabenbetreuung angeboten. Wenn nötig, erhalten die Kinder zusätzlich eine spezielle Förderung wie etwa Sprachunterricht für diejenigen, die nur Romanes sprechen und kaum Slowakisch. Zudem werden sie über Hygieneverhalten und Gesundheitsvorsorge aufgeklärt. Aber sie bekommen auch eine kleine Mahlzeit und werden mit Bekleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln versorgt. Hinzu kommt die Organisation kultureller und sportlicher Freizeitaktivitäten.
Durch ihre finanzielle Unterstützung trägt die AWD-Stiftung Kinderhilfe Österreich dazu bei, die Lebensumstände der Kinder von Lomnicka zu verbessern und mithilfe der Bildungsangebote ihren Lebensweg positiv zu beeinflussen.

Warme Decken und Nahrung für Kinder in Kirgistan

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der GTZ

Die deutsche Bundesregierung unterstützt seit Beginn der 1990er Jahre die deutschen Minderheiten in den GUS-Staaten durch kulturelle, wirtschaftliche, humanitäre und Gemeinschaftsfördernde Maßnahmen. Im Mittelpunkt der Fördermaßnahmen des Bundesministeriums des Innern stehen die Arbeit in Begegnungsstätten, außerschulischer Deutschunterricht, Kinder- und Jugendarbeit, Aus- und Fortbildung sowie Hilfen im humanitären und sozialen Bereich. Die Projektmaßnahmen in Russland, der Ukraine sowie in Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan werden im Wesentlichen über die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH realisiert.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist die Bereitstellung humanitärer Hilfe für sozial Bedürftige, insbesondere für kinderreiche Familien. Die über den Deutschen Fonds für Humanitäre Hilfe in Bischkek, Sokuluk und Tokmok betriebenen Sozialstationen geben kostenlos Mahlzeiten aus und stellen ärztliche und zahnärztliche Hilfe bereit. Jährlich werden im Rahmen der Aktion „Winterhilfe“ Hilfslieferungen organisiert. Die GTZ-Vertretung Almaty und ihre Partner unterhalten vielfältige Kontakte und Partnerschaften mit regionalen Verwaltungen, staatlichen und kommunalen Bildungs-, Kultur-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sowie mit anderen Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftsbetrieben. Die AWD-Stiftung leistete einen erheblichen finanziellen Beitrag zur Versorgung von rd. 500 Kindern über die Sozialstationen der Städte Tok Mok, Sokuluk, Bischkek. Davon profitierten rd. 150 sozial-schwache kinderreiche Familien, die auch nach kirgisischen Maßstäben unterhalb des finanziellen Existenzminimums leben. Sie erhalten täglich eine warme Mahlzeit und einmal monatlich ein Paket mit Grundnahrungsmitteln (Zucker, Öl, Reis, Getreide etc.). Alle Familien sind dringend auf diese Hilfe sowie auf eine alljährliche Winternothilfe angewiesen.

Forschungsprojekt Delfintherapie

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Uni Würzburg

Seit einigen Jahren existiert an der Universität Würzburg, Lehrstuhl Sonderpädagogik I und Bereich Geistigbehindertenpädagogik ein Forschungsschwerpunkt, in dessen Rahmen neue alternative Förder- und Therapiekonzepte im Behindertenbereich evaluiert werden. Die sich häufenden Berichte der Eltern sowie die vorliegenden wissenschaftlichen Studien zur Delfintherapie haben die Pädagogen dazu bewogen als nächste neue Therapieform die Delfintherapie zu untersuchen. Die gesellschafts- und gesundheitspolitische Bedeutung dieses Forschungsprojektes ist in erster Linie darin zu sehen, dass Eltern in die Lage versetzt werden, ein Therapieangebot in seiner Bedeutung für die Behandlung und Förderung ihres Kindes besser einschätzen zu können. Aufgrund der am Ende des Projektes vorliegenden Evaluationsergebnisse können sie eher beurteilen, ob sie sich mit ihrem Kind dieser Therapie unterziehen und die erforderlichen Kosten aufbringen möchten. Dies ist für Eltern mit behinderten Kindern von besonderer Bedeutung, da sie heute einem kaum überschau- und einschätzbaren Therapieangebot gegenüber stehen und den Anbietern meist hilflos ausgeliefert sind. Die einzig mögliche Strategie besteht für Eltern derzeit im teuren Ausprobieren unterschiedlicher Therapieformen. Sollten sich im Rahmen dieses Forschungsprojektes positive Therapieeffekte nachweisen lassen, so wäre es durchaus denkbar, Delfintherapie auch in einem deutschen Delfinarium anzubieten. Hierdurch würden sich die Kosten für eine solche Therapie deutlich reduzieren. Die AWD-Stiftung unterstützt dieses Projekt seit vielen Jahren.